Tomaten & Paprika richtig abhärten:
So gelingt die Gewöhnung ans Freiland
Bevor Tomaten-, Paprikapflanzen und andere mediterrane Sonnenanbeter
von der Fensterbank ins Freiland umziehen, müssen sie an Sonne, Wind und
Temperaturschwankungen gewöhnt werden. Denn ohne diese Eingewöhnung
drohen Sonnenbrand, Wachstumsstopp und Kältestress. Beginnen Sie an milden
Tagen im April: Stellen Sie die Jungpflanzen zunächst 1–2 Stunden schattig und
windgeschützt ins Freie. Erhöhen Sie die Zeit täglich. Ab Tag 3 sollte etwas Morgenoder Abendsonne dazukommen. Nach etwa einer Woche dürfen sie ganztägig
draußen stehen, nachts jedoch erst ab konstant über 8 °C. Besonders sicher ist die
Methode „Schatten – lichter Schatten – volle Sonne“ verteilt über 8–10 Tage. So
entwickeln die Pflanzen dickere Blätter, kräftige Stiele und wachsen später schneller
an.
Fallenpflanzen gegen Blattläuse
Fallenpflanzen können helfen, Blattläuse gezielt von empfindlichen
Gemüsepflanzen fernzuhalten. Besonders effektiv ist Kapuzinerkresse, die
von mehreren Läusearten bevorzugt besiedelt wird. Sie eignet sich gut als
Randbepflanzung nahe Tomaten, Gurken oder Zucchini. Auch Ringelblumen ziehen
Blattläuse an und können zwischen Salaten oder Möhren eingesetzt werden, wo
sie gleichzeitig Nützlinge fördern. Für Kohlgewächse bietet sich Sommerportulak
an, da er als weiches, schnell wachsendes Grünblatt eine attraktive Alternativfläche
für Blattläuse darstellt. Die Fallenpflanzen sollten regelmäßig kontrolliert und bei
starkem Befall zurückgeschnitten oder entfernt werden, um eine Ausbreitung zu
verhindern. So entstehen natürliche Pufferzonen, die den Druck auf das übrige
Gemüse deutlich reduzieren.
Warum Baumscheiben Obstgehölzen guttun
Baumscheiben machen bei Obstgehölzen großen Sinn, weil sie den Bäumen
helfen, sich ohne Konkurrenz zu entwickeln. Gras und viele Stauden entziehen dem
Boden Wasser und Nährstoffe, die der Baum für Wachstum, Blüten und Früchte
dringend braucht. Eine freie Baumscheibe reduziert diesen Konkurrenzdruck und
verbessert gleichzeitig die Bodenqualität. Entfernen Sie daher einen 50–100 cm
breiten Bereich um den Stamm und bedecken Sie ihn mit Laub, Holzhäckseln
oder Rindenkompost. Das hält Feuchtigkeit, fördert Humusbildung und schützt
die Wurzeln vor Hitze, Frost und Verdichtung. Zudem bleibt der Stamm vor
Mähschäden sicher. Wichtig: Mulch nie direkt an den Stamm legen. Wer die Fläche
begrünen möchte, setzt auf schwachwüchsige Kräuter oder Frühblüher. Eine gut
gepflegte Baumscheibe sorgt langfristig für vitales Wachstum, stabile Erträge und
ein ausgeglichenes Mikroklima im Kleingarten.
Essbares „Unkraut“ im Garten
Im Frühjahr sprießen nicht nur die ersten Jungpflanzen, sondern auch das
„Unkraut“. Statt nur zu jäten, kann man viele der Wildkräuter auch ernten: für
Salat, Kräuterbutter, Suppe oder Pesto. Im Gegensatz zu Kulturpflanzen, aus
denen Bitterstoffe herausgezüchtet werden, schmecken sie oft etwas herber.
Doch grade das macht sie zu gesunden Superfoods! Im April sind die jungen
Blätter noch milder und besonders nährstoffreich. Die Klassiker sind Löwenzahn,
Brennnessel, Giersch oder Vogelmiere, besonders würzig sind Knoblauchrauke und
Schaumkraut. Und als dekorative essbare Blüten bieten sich Gänseblümchen und
Rote Taubnessel an.
(Quelle:BKD)


