Brombeeren nach der Ernte richtig pflegen
Nach der Brombeerernte ist der ideale Zeitpunkt für den Rückschnitt. Brombeeren fruchten
an zweijährigen Ruten. Die Triebe, die in diesem Jahr Früchte getragen haben, werden nicht
mehr benötigt und können direkt über dem Boden entfernt werden. So schafft man Platz
für die jungen Ruten, die im nächsten Jahr die Ernte liefern. Lassen Sie nur die kräftigsten
Jungtriebe stehen und entfernen Sie schwache, beschädigte oder zu dicht wachsende Ranken.
Pro Pflanze reichen meist vier bis acht starke Ruten aus. Diese werden anschließend mög-
lichst fächerförmig an einem Spalier oder Drahtgerüst befestigt. Das sorgt für mehr Licht, eine
bessere Belüftung und erleichtert die Ernte im kommenden Jahr. Zum Abschluss freut sich die
Pflanze über eine Gabe Kompost und bei Trockenheit über ausreichend Wasser. Eine Mulch-
schicht schützt den Boden vor dem Austrocknen und hält Unkraut in Schach.
Wildobst nach der Ernte vermehren: Aronia
Nach der Ernte lohnt sich bei Aronia ein Blick auf die kräftigen Jungtriebe. Wer seine Pflanzen
vermehren möchte, kann auf einfache Methoden setzen. Besonders gut gelingt die Vermeh-
rung über Absenker: Dazu wird ein bodennaher Trieb vorsichtig heruntergebogen, leicht mit
Erde bedeckt und an Ort und Stelle fixiert. Bis zum nächsten Jahr bilden sich meist eigene
Wurzeln. Anschließend kann die junge Pflanze von der Mutterpflanze getrennt werden.
Auch Steckhölzer eignen sich hervorragend. Nach dem Laubfall werden etwa bleistiftdicke, 15
bis 20 Zentimeter lange Triebstücke geschnitten und in lockere Erde gesteckt. Über Winter bil-
den sie Wurzeln und treiben im Frühjahr neu aus. Nach der Ernte benötigen Aronia-Sträucher
ansonsten nur wenig Pflege. Entfernt werden sollten lediglich kranke, beschädigte oder sehr
alte Triebe. Ein leichter Auftrag von Kompost fördert die Vitalität.
Jetzt vorsorgen und den Herbst entspannter genießen
Wer jetzt einige Gartenarbeiten erledigt, hat im Herbst deutlich weniger Aufwand. Entfernen
Sie Unkraut gründlich, bevor es Samen bildet, und bringen Sie auf Beeten eine Mulchschicht
aus. Sie hält den Boden feucht und unterdrückt neuen Unkrautwuchs.
Verblühte Stauden können zurückgeschnitten und zu groß gewordene Pflanzen geteilt wer-
den. Auch kranke oder abgestorbene Äste an Gehölzen sollten jetzt entfernt werden. Leere
Gemüse- und Blumenbeete lassen sich bereits mit Gründüngung einsäen. Pflanzen wie
Phacelia oder Senf schützen den Boden, verbessern die Struktur und reduzieren die Arbeit im
kommenden Frühjahr. Sammeln Sie außerdem Fallobst regelmäßig auf, um Krankheiten und
Schädlingen vorzubeugen.
Die 5 wichtigsten Regeln für Kleingarten-Neulinge
Ein Kleingarten ist ein wunderbarer Ort zum Gärtnern und Entspannen. Damit der Start
gelingt, sollten Einsteiger diese fünf Tipps beherzigen:
1. Klein anfangen: Planen Sie nicht zu viele Beete auf einmal. Wenige, gut gepflegte Flächen
bringen mehr Freude als ein Garten voller unerledigter Aufgaben.
2. Den Boden kennenlernen: Gute Erde ist die Grundlage für gesunde Pflanzen. Kompost
verbessert die Bodenstruktur und versorgt Gemüse, Kräuter und Blumen mit wichtigen
Nährstoffen.
3. Passende Pflanzen wählen: Setzen Sie auf robuste Arten, die zum Standort passen. Das
spart Arbeit und erhöht die Erfolgschancen.
4. Regelmäßig statt selten arbeiten: Schon 15 Minuten Gartenpflege pro Tag verhindern, dass
Unkraut oder andere Arbeiten überhandnehmen.
5. Geduld haben: Nicht jede Aussaat gelingt und nicht jede Pflanze wächst wie geplant. Gar-
tenarbeit ist ein Lernprozess und jeder Fehler bringt neue Erfahrungen.
Wer diese Grundregeln beachtet, wird schon im ersten Gartenjahr viele kleine Erfolge erleben
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