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Gartenfreunde Bondorf e.V.

 

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Tipps für August

Blumen für das nächste Jahr aussäen
Juli / August ist ein guter Zeitraum, um Blumen für das kommende Jahr auszusäen. Viele
Arten wie Ringelblumen, Kornblumen oder Jungfer im Grünen können direkt ins Beet gesät
werden. Wichtig ist, den Boden vorher zu lockern und die Saat bei trockenem Wetter regelmä-
ßig zu wässern.
Für Blumen mit längerer Entwicklungszeit empfiehlt sich die Vorkultur. Dabei werden die
Samen in kleine Töpfe oder Aussaatschalen mit Anzuchterde gesät und zunächst an einem
hellen, geschützten Ort kultiviert. Stauden wie Stockrosen, Fingerhut oder verschiedene Glo-
ckenblumen können so bis zum Spätsommer kräftige Jungpflanzen bilden.
Sobald die Pflanzen ausreichend entwickelt sind, werden sie im Spätsommer oder Herbst ins
Beet oder in Kübel gesetzt. So schaffen Sie nicht nur farbenfrohe Blüteninseln für das nächs-
te Jahr, sondern bieten auch wertvolle Nahrung für Wildbienen, Schmetterlinge und andere
Bestäuber.

Heiß und trocken – was tun?
Heiße und trockene Sommer stellen viele Gärten vor Herausforderungen. Damit die Feuchtig-
keit länger im Boden bleibt, sollten Beete gemulcht werden – zum Beispiel mit Rasenschnitt,
Laub oder gehäckseltem Pflanzenmaterial. Auch die Flächenkompostierung direkt auf den
Beeten verbessert die Wasserspeicherung.
Regenwasser in Tonnen oder Zisternen sammeln spart wertvolles Trinkwasser. Ollas – einge-
grabene Tongefäße – geben Wasser gezielt an die Pflanzenwurzeln ab. In Hanglagen helfen
kleine Terrassen, damit Regenwasser besser versickern kann.
Empfindliche Pflanzen profitieren an Hitzetagen von einer leichten Beschattung durch Vliese,
Schattiernetze oder höhere Nachbarpflanzen. Auch Gewächshäuser sollten regelmäßig kon-
trolliert und gut gelüftet werden, denn dort können die Temperaturen schnell kritisch anstei-
gen. So bleibt der Garten auch in Trockenperioden widerstandsfähig und gesund.
Zecken vorbeugen – Natur erhalten
Zecken bevorzugen feuchte, schattige Bereiche mit hohem Gras, dichter Vegetation und Laub.
Werden Wege, Sitzplätze und andere häufig genutzte Gartenbereiche regelmäßig gemäht,
von Laub befreit und angrenzende Sträucher zurückgeschnitten, kann der Boden schneller
abtrocknen. Dadurch finden Zecken dort weniger günstige Lebensbedingungen und Versteck-
möglichkeiten. Naturnahe Strukturen wie Wildblumenwiesen, Hecken sowie Totholz-, Laub-
oder Reisighaufen können dennoch in weniger genutzten Gartenteilen erhalten bleiben. So
lässt sich das Zeckenrisiko in Aufenthaltsbereichen reduzieren, ohne auf wertvolle Lebensräu-
me für Pflanzen und Tiere zu verzichten.
Heuschrecken im Hochsommer
In Deutschland sind 82 Heuschrecken- und Fangschreckenarten etabliert. Die Hälfte von
ihnen gilt laut Roter Liste als gefährdet. Ein häufiger Gartenbewohner ist die größte Heuschre-
ckenart Deutschlands: das Grüne Heupferd. Weibliche Tiere können über 4 cm lang werden.
Sie werden bezirzt von den Männchen, die ihren charakteristischen Gesang durch das Anei-
nanderreiben der Vorderflügel erzeugen. Das Grüne Heupferd macht sich nützlich, indem es
Raupen, Blattläuse und Fliegen erbeutet. Für Igel, Spitzmäuse und Eidechsen sind Heuschre-
cken wiederum ein gefundenes Fressen. Welche Arten im Garten vorkommen, hängt von der
Region, der direkten Umgebung und der Gartengestaltung ab. Einladend sind ungedüngte,
sonnige Wiesen, die nur selten gemäht werden, Hecken mit Staudensaum und abgeblühte
Pflanzen, die stehen bleiben dürfen.