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Gartenfreunde Bondorf e.V.

 

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Tipps für Juli

Erdbeeren jetzt pflanzen und pflegen
Juli und August sind die ideale Pflanzzeit für Erdbeeren. Frühe und mittelfrühe Sorten setzt
man am besten Mitte Juli, späte Sorten Anfang August. Erdbeeren gedeihen auf fast allen Böden, wichtig sind jedoch eine gute Humusversorgung und der passende pH-Wert: Auf leichten Böden etwa 5,5, auf schweren Böden zwischen 6 und 6,5. Zur Vorbereitung eignet sich der Anbau humusmehrender Zwischenfrüchte wie Phacelia, Senf oder Raps. Für die Düngung sind organische Materialien wie Kompost oder gut verrotteter Stallmist ideal. Da Erdbeeren empfindlich auf Trockenheit reagieren, sollte nach dem Pflanzen regelmäßig gegossen werden.
Nach der Ernte empfiehlt es sich, nicht benötigte Ausläufer („Ranken“) zu entfernen. Diese entziehen der Mutterpflanze Kraft. Durch das Abtrennen der jungen Triebe stärkt man die Pflanzen für die nächste Saison. Spätestens nach zwei bis drei Jahren sollte das Beet erneuert werden, da Fruchtgröße und Qualität mit der Zeit nachlassen.

Pflege von Melonen im Sommer
Im Juli benötigen Melonen besondere Aufmerksamkeit, damit sich gesunde und aromatische Früchte entwickeln. Wichtige Pflegemaßnahmen sind regelmäßiger Schnitt, ausreichende Belüftung sowie gezieltes Gießen. Anders als viele andere P anzen müssen Melonen selbst bei starker Sonneneinstrahlung nicht beschattet werden. Für eine erfolgreiche Bestäubung ist es entscheidend, dass Gewächshäuser und Frühbeete gut geö net sind, damit Insekten ungehindert zu iegen können. Bei anhaltend warmem und trockenem Wetter können Abdeckungen sogar dauerhaft entfernt bleiben. Während der Blütezeit bis zum Fruchtansatz sollte nur sparsam gegossen werden, da Melonen empfindlich auf Staunässe reagieren. Sobald sich Früchte bilden, ist darauf zu achten, dass diese nicht direkt auf feuchtem Boden liegen. Eine Unterlage, etwa aus Holz, Stroh oder Mulchmatten, schützt vor Fäulnis und sorgt für eine bessere Fruchtqualität.

Trockenstress bei Gemüse erkennen und vermeiden
Trockenstress ist ein häufiges Problem im Gemüsebeet, besonders bei warmem Sommerwetter. Typische Anzeichen sind welkende Blätter trotz feuchtem Boden, eingerollte Blattspitzen, kümmerliches Wachstum oder bitter schmeckende Früchte, etwa bei Gurken und Salat. Auch Tomaten und Zucchini reagieren empfindlich mit Blüten- oder Fruchtabwurf.
Vorbeugen lässt sich durch gleichmäßiges und durchdringendes Gießen – am besten morgens oder abends direkt an die Wurzeln. Mulchschichten aus Stroh, Rasenschnitt oder Laub
helfen, die Feuchtigkeit im Boden zu halten. Ein lockerer, humusreicher Boden speichert
Wasser besser und versorgt die P anzen nachhaltiger. Außerdem ist ein ausreichender Pflanzabstand wichtig, damit sich die Wurzeln gut entwickeln können. Besonders in Hitzeperioden gilt: lieber seltener, aber gründlich gießen, statt häufig nur oberflächlich.

Magische Moment mit Glühwürmchen
Jetzt kann man abends mit etwas Glück das faszinierendes Leuchtspektakel der Glühwürmchen beobachten. Die Weibchen versuchen, mit ihrem leuchtenden Hinterleib Partner anzulocken. Um den Garten für sie attraktiv zu gestalten, lässt man Gräser und Stauden höher wachsen, damit sie Ansitzpunkte finden. Außerdem schaltet man künstliches Licht ab, denn sonst kann das Männchen seine Liebste nicht finden. Die ausgewachsenen Tiere sind nur wenige Tage unterwegs und nehmen keine Nahrung auf. Für die Entwicklung der Larven, die zwei bis drei Jahre dauert, braucht es Laubstreu, die unter Büschen und Hecken liegen bleiben darf. Besonders gern mögen sie Hainbuchenhecken. Auch Ast-, Reisig- und Steinhaufen bieten Unterschlupf. Die Larven ernähren sich von Nackt- und Gehäuseschnecken, weshalb man auf Schneckenkorn und andere Pestizide verzichten sollte. Glühwürmchen sind ein Indikator für hohe Biodiversität, d.h. ein solcher Garten ist auch für andere Insekten und Wildtiere ein gutes Zuhause. 

(Quelle:BKD)